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Energetische Sanierung

Energetische Sanierung in Wiesbaden: Pflichten und Abzug

Was das Gebäudemodernisierungsgesetz verlangt und wie sich die Kosten in Wiesbaden steuerlich auswirken. Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei. LDP Group kauft derzeit in Berlin, München, Nürnberg, Erlangen, Fürth, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt und Hamburg.

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Finanzierungsrechner für Wiesbaden
Kaufpreis300.000 €
Verfügbares Eigenkapital70.000 €
Grunderwerbsteuer (6 %)18.000 €
Notar und Grundbuch (ca. 2 %)6.000 €
Gesamter Kapitalbedarf324.000 €
Benötigtes Darlehen254.000 €
Monatliche Rate, geschätzt (4,3 %)1.334 € / Monat

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Energetische Sanierung in Wiesbaden: das Wichtigste

Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das am 29.07.2026 das GEG abgelöst hat, hat die 65-Prozent-Regel für neue Heizungen und die Austauschpflicht für über 30 Jahre alte Heizkessel abgeschafft. Neue Gas- und Ölheizungen brauchen ab 2029 einen steigenden Bioanteil, und ab 2028 tragen Vermieter bei neu eingebauten fossilen Heizungen die Hälfte der CO2-Kosten. Welche Nachrüstpflichten nach dem Eigentümerwechsel für ein konkretes Gebäude bleiben, gehört vor dem Kauf geprüft; bei Eigentumswohnungen liegt vieles davon beim Gemeinschaftseigentum und damit bei der WEG.

Steuerlich ist die Unterscheidung entscheidend, nicht die Höhe. Erhaltungsaufwand ist sofort in voller Höhe abziehbar, Herstellungsaufwand läuft über die AfA mit 2 bis 3 % jährlich. Bei einer 70-m²-Wohnung in Wiesbaden zu 300.720 € und einem angenommenen Gebäudeanteil von 80 % bedeutet das: 36.086 € ist die Grenze, ab der es kritisch wird, dazu mehr im Thema Werbungskosten.

Für selbst genutztes Wohneigentum gibt es alternativ die Steuerermäßigung nach § 35c EStG: 20 % der Aufwendungen über drei Jahre verteilt, höchstens 40.000 Euro je Objekt. Diese Förderung und die Absetzung als Werbungskosten schließen sich gegenseitig aus, sie ist also nur für Eigennutzer relevant.

Der Markt in Wiesbaden in Zahlen

Wiesbaden (Hessen) hat 300.089 Einwohner. Bestandswohnungen liegen im Mittel bei 4.300 € pro m² (stadtweite Spanne etwa 2.800 € bis 8.000 € pro m²), Neubau bei rund 7.000 € pro m². Die durchschnittliche Angebotskaltmiete beträgt etwa 14,74 € pro m², woraus sich eine Bruttomietrendite von rund 4,1 % ergibt.

Preisentwicklung: +0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auf die 70-m²-Referenzwohnung gerechnet sind das rund 1.203 € Wertveränderung im Jahr.

Leerstand: rund 1,7 %, Quelle unten. Das entspricht der üblichen Fluktuationsreserve eines funktionierenden Marktes.

Wo in Wiesbaden kaufen

Die Nachfrage der Kapitalanleger konzentriert sich auf Sonnenberg, Südost und Nordost, wo die Preise deutlich über dem Stadtmittel liegen.

Nordost: 3.240 € bis 8.030 € pro m², im Mittel rund 31 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 148 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Sonnenberg: 3.540 € bis 9.490 € pro m², im Mittel rund 52 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 168 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Südost: 4.020 € bis 7.940 € pro m², im Mittel rund 39 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 98 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Biebrich: 3.380 € bis 6.810 € pro m², im Mittel rund 19 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 101 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Schierstein: 3.700 € bis 6.250 € pro m², im Mittel rund 16 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 69 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Dotzheim: 2.770 € bis 5.890 € pro m², im Mittel leicht über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 113 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Die Preisbänder der Stadtteile stammen aus eigenen Quellen und Stichtagen und können deshalb außerhalb der oben genannten stadtweiten Spanne liegen.

Steuern und Kaufnebenkosten in Wiesbaden

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Hessen 6 %. Dazu kommen rund 2 % für Notar und Grundbuch nach GNotKG, zusammen rund 8 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu. Bei einem üblichen Profil finanzieren deutsche Banken die Erwerbsnebenkosten nicht mit.

Im Privatvermögen ist der Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerfrei, § 23 EStG. Davor unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz, und bereits in Anspruch genommene AfA mindert die Anschaffungskosten und erhöht damit den steuerpflichtigen Gewinn. Die AfA selbst mindert laufend die Mieteinkünfte: 2 % jährlich für Gebäude mit Fertigstellung von 1925 bis 2022 (2,5 % vor 1925), 3 % ab Fertigstellung 2023; für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann statt der linearen AfA die degressive AfA von 5 % gewählt werden.

Allgemeine Information, keine Steuerberatung; LDP Group berät nicht steuerlich.

Die Lage in Wiesbaden ist rechtlich in Bewegung: das Amtsgericht Frankfurt hat im Juni 2026 in einem Mietrechtsstreit die Verlängerung der hessischen Verordnung für unwirksam gehalten, die laufende Verordnung endet am 25.11.2026, und eine neue Verordnung, die Wiesbaden wieder erfasst, soll Mitte November 2026 beschlossen werden (hessenschau, 24.09.2026). Die vorsichtigere Kalkulation unterstellt, dass sie gilt.

Daten und Quellen

Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei. Angebotspreise liegen üblicherweise 5 bis 15 % über den beurkundeten Kaufpreisen: wo beides vorliegt, ist die Grundlage jeweils benannt. Die Quellen sind im Original benannt, so wie ihre Herausgeber sie führen.

Einwohner: Landeshauptstadt Wiesbaden, Amt für Statistik und Stadtforschung, 2025.

Kaufpreise (Angebotspreise): immowelt Preisatlas, Juli 2026.

Mieten (Angebotsmieten): wohnungsboerse.net Mietspiegel Wiesbaden, Mai 2026.

Rendite: eigene Berechnung aus Kaufpreis und Miete.

Preistrend: immowelt Preisentwicklung Wiesbaden 2017-2026, 2026.

Leerstand: CBRE-empirica-Leerstandsindex, zitiert in Landeshauptstadt Wiesbaden Stadtanalyse Immobilienmarkt und Mietpreise, 2023.

Häufige Fragen

Welche Sanierungspflichten gelten nach dem Kauf?

Die Austauschpflicht für über 30 Jahre alte Heizkessel und die 65-Prozent-Regel sind mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das am 29.07.2026 das GEG abgelöst hat, entfallen. Welche Nachrüstpflichten für ein konkretes Gebäude bleiben, gehört vor dem Kauf geprüft; bei Eigentumswohnungen betrifft vieles das Gemeinschaftseigentum.

Kann ich die Sanierung von der Steuer absetzen?

Bei Vermietung ja: Erhaltungsaufwand sofort, Herstellungsaufwand über die AfA. Bei Eigennutzung greift stattdessen § 35c EStG mit 20 % über drei Jahre, höchstens 40.000 Euro je Objekt.

Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Wiesbaden?

6 % Grunderwerbsteuer in Hessen plus rund 2 % Notar und Grundbuch, zusammen rund 8 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu. Bei einem üblichen Profil kommen die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital.

Welche Mietrendite ist in Wiesbaden realistisch?

Brutto im Mittel 4,1 %, in Spitzenlagen wie Sonnenberg niedriger. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger.

Wann kann ich in Wiesbaden steuerfrei verkaufen?

Im Privatvermögen nach zehn Jahren Haltedauer, § 23 EStG. Innerhalb der Frist wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich, weil sie die Anschaffungskosten mindert.

Wie viel Eigenkapital verlangt die Bank?

Bei Steuerinländern üblicherweise 10 bis 20 % des Kaufpreises (80 bis 90 % Beleihung als Standard, mit starkem Einkommensprofil bis 100 %), zusätzlich zu den Kaufnebenkosten, die bei einem üblichen Profil separat aus Eigenkapital kommen. Bei einer 70-m²-Wohnung in Wiesbaden zu 300.720 € sind das 60.144 € Anzahlung plus 24.058 € Nebenkosten.