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Neubau als Kapitalanlage

Neubau als Kapitalanlage in Mannheim: lohnt der Aufschlag?

Neubaupreis gegen Bestandspreis in Mannheim, und was die Abschreibung ändert. Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei. LDP Group kauft derzeit in Berlin, München, Nürnberg, Erlangen, Fürth, Düsseldorf, Köln, Stuttgart, Karlsruhe, Frankfurt und Hamburg.

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Finanzierungsrechner für Mannheim
Kaufpreis275.000 €
Verfügbares Eigenkapital70.000 €
Grunderwerbsteuer (5 %)13.750 €
Notar und Grundbuch (ca. 2 %)5.500 €
Gesamter Kapitalbedarf294.250 €
Benötigtes Darlehen224.250 €
Monatliche Rate, geschätzt (4,3 %)1.177 € / Monat

Beispielrechnung mit 4,3 % angenommenem Sollzins (10 Jahre fest, aus unserer alle zwei Wochen aktualisierten Zinstabelle) und 2 % anfänglicher Tilgung. Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Objekt, Ihrer Bonität und der Bank ab. Keine Finanzberatung.

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Neubau als Kapitalanlage in Mannheim: das Wichtigste

Neubau kostet in Mannheim rund 6.150 € pro m², Bestand 3.930 €. Das ist ein Aufschlag von etwa 56 %. Bei gleicher Miete drückt dieser Aufschlag die Bruttorendite entsprechend: aus 3,8 % im Bestand werden im Neubau grob 2,4 %.

Was den Aufschlag steuerlich zum Teil zurückholt, ist die Abschreibung. Für Gebäude mit Fertigstellung ab 2023 gilt eine lineare AfA von 3 % statt 2 %, und für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann statt der linearen AfA die degressive AfA von 5 % gewählt werden. Auf einen angenommenen Gebäudeanteil von 80 % einer 70-m²-Neubauwohnung zu 430.300 € sind 3 % rund 10.300 € pro Jahr, die das zu versteuernde Einkommen mindern, ohne Geld zu kosten.

Dem stehen echte Vorteile gegenüber: keine Instandhaltungsstaus, kein Sanierungsrisiko nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das am 29.07.2026 das GEG abgelöst hat, niedrigere Betriebskosten und eine Zielgruppe, die dafür zahlt. Der Preis dafür ist die längere Amortisation und, bei Kauf vom Bauträger, das Fertigstellungsrisiko.

Der Markt in Mannheim in Zahlen

Mannheim (Baden-Württemberg) hat 328.647 Einwohner. Bestandswohnungen liegen im Mittel bei 3.930 € pro m² (stadtweite Spanne etwa 2.320 € bis 6.780 € pro m²), Neubau bei rund 6.150 € pro m². Die durchschnittliche Angebotskaltmiete beträgt etwa 12,39 € pro m², woraus sich eine Bruttomietrendite von rund 3,8 % ergibt.

Preisentwicklung: +1,1 % gegenüber dem Vorjahr. Auf die 70-m²-Referenzwohnung gerechnet sind das rund 3.026 € Wertveränderung im Jahr.

Leerstand: rund 1,1 %, Quelle unten. Das entspricht der üblichen Fluktuationsreserve eines funktionierenden Marktes.

Wo in Mannheim kaufen

Die Nachfrage der Kapitalanleger konzentriert sich auf Oststadt, Schwetzingerstadt und Lindenhof, wo die Preise deutlich über dem Stadtmittel liegen. Wer auf Rendite statt auf Lage optimiert, schaut auf Käfertal: dort liegen die Einstiegspreise deutlich unter dem Stadtmittel und die Bruttorenditen meist höher, bei spürbar mehr Verwaltungsaufwand.

Oststadt: 3.880 € bis 6.240 € pro m², im Mittel rund 29 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 61 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Schwetzingerstadt: 3.770 € bis 5.950 € pro m², im Mittel rund 24 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 58 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Lindenhof: 3.380 € bis 6.330 € pro m², im Mittel rund 24 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 87 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Jungbusch: 3.130 € bis 5.680 € pro m², im Mittel rund 12 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 81 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Käfertal: 2.930 € bis 4.320 € pro m², im Mittel rund 8 % unter dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 47 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Neckarstadt-Ost/West: Preisband nicht belastbar erhoben.

Steuern und Kaufnebenkosten in Mannheim

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Baden-Württemberg 5 %. Dazu kommen rund 2 % für Notar und Grundbuch nach GNotKG, zusammen rund 7 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu. Bei einem üblichen Profil finanzieren deutsche Banken die Erwerbsnebenkosten nicht mit.

Im Privatvermögen ist der Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerfrei, § 23 EStG. Davor unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz, und bereits in Anspruch genommene AfA mindert die Anschaffungskosten und erhöht damit den steuerpflichtigen Gewinn. Die AfA selbst mindert laufend die Mieteinkünfte: 2 % jährlich für Gebäude mit Fertigstellung von 1925 bis 2022 (2,5 % vor 1925), 3 % ab Fertigstellung 2023; für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann statt der linearen AfA die degressive AfA von 5 % gewählt werden.

Allgemeine Information, keine Steuerberatung; LDP Group berät nicht steuerlich.

Mannheim ist derzeit nicht von der Mietpreisbremse erfasst: die baden-württembergische Verordnung, die seit dem 01.01.2026 gilt, hat die Stadt herausgenommen. Die Neuvermietungsmiete ist damit vorerst frei, im Bestand gilt die reguläre Kappungsgrenze von 20 % in drei Jahren. Der Entwurf für eine nahtlose Verlängerung über den 31.12.2026 hinaus, am 22.09.2026 in die Anhörung gegeben, nimmt Mannheim aber wieder auf. Kalkuliert wird deshalb besser schon jetzt mit der gedeckelten Miete.

Daten und Quellen

Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei. Angebotspreise liegen üblicherweise 5 bis 15 % über den beurkundeten Kaufpreisen: wo beides vorliegt, ist die Grundlage jeweils benannt. Die Quellen sind im Original benannt, so wie ihre Herausgeber sie führen.

Einwohner: Stadt Mannheim, Kommunale Statistikstelle, Statistische Daten N° 1/2025, 2025.

Kaufpreise (Angebotspreise): immowelt.de Preisatlas Mannheim, 01.07.2026.

Mieten (Angebotsmieten): immowelt.de Mietpreis-Atlas Mannheim, 01.07.2026.

Rendite: eigene Berechnung aus Kaufpreis und Miete.

Preistrend: immowelt.de Preisentwicklung Mannheim, 01.07.2026.

Leerstand: Stadt Mannheim Wohnungsmarkt-Monitoring 2024 mit Bezug auf CBRE-empirica-Leerstandsindex, 31.12.2023.

Häufige Fragen

Was kostet Neubau in Mannheim pro Quadratmeter?

Rund 6.150 € pro m², gegenüber 3.930 € im Bestand. Der Aufschlag beträgt damit etwa 56 %.

Welche Abschreibung gilt für Neubau?

Bei Fertigstellung ab 2023 linear 3 % jährlich statt 2 %. Für begünstigte Projekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann stattdessen die degressive AfA von 5 % gewählt werden. Abgeschrieben wird immer nur das Gebäude, nie der Grund und Boden.

Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Mannheim?

5 % Grunderwerbsteuer in Baden-Württemberg plus rund 2 % Notar und Grundbuch, zusammen rund 7 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu. Bei einem üblichen Profil kommen die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital.

Welche Mietrendite ist in Mannheim realistisch?

Brutto im Mittel 3,8 %, in renditeorientierten Lagen wie Käfertal höher, in Spitzenlagen wie Oststadt niedriger. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger.

Wann kann ich in Mannheim steuerfrei verkaufen?

Im Privatvermögen nach zehn Jahren Haltedauer, § 23 EStG. Innerhalb der Frist wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich, weil sie die Anschaffungskosten mindert.

Wie viel Eigenkapital verlangt die Bank?

Bei Steuerinländern üblicherweise 10 bis 20 % des Kaufpreises (80 bis 90 % Beleihung als Standard, mit starkem Einkommensprofil bis 100 %), zusätzlich zu den Kaufnebenkosten, die bei einem üblichen Profil separat aus Eigenkapital kommen. Bei einer 70-m²-Wohnung in Mannheim zu 275.100 € sind das 55.020 € Anzahlung plus 19.257 € Nebenkosten.