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Neubau als Kapitalanlage

Neubau als Kapitalanlage in Köln: lohnt der Aufschlag?

Neubaupreis gegen Bestandspreis in Köln, und was die Abschreibung ändert. Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei.

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Erwerbsrechner
Finanzierungsrechner für Köln
Kaufpreis300.000 €
Verfügbares Eigenkapital70.000 €
Grunderwerbsteuer (6,5 %)19.500 €
Notar und Grundbuch (ca. 2 %)6.000 €
Gesamter Kapitalbedarf325.500 €
Benötigtes Darlehen255.500 €
Monatliche Rate, geschätzt (4,3 %)1.341 € / Monat

Beispielrechnung mit 4,3 % angenommenem Sollzins (10 Jahre fest, aus unserer alle zwei Wochen aktualisierten Zinstabelle) und 2 % anfänglicher Tilgung. Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Objekt, Ihrer Bonität und der Bank ab. Keine Finanzberatung.

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Neubau als Kapitalanlage in Köln: das Wichtigste

Neubau kostet in Köln rund 6.250 € pro m², Bestand 4.280 €. Das ist ein Aufschlag von etwa 46 %. Bei gleicher Miete drückt dieser Aufschlag die Bruttorendite entsprechend: aus 4,1 % im Bestand werden im Neubau grob 2,8 %.

Was den Aufschlag steuerlich zum Teil zurückholt, ist die Abschreibung. Für Gebäude mit Fertigstellung ab 2023 gilt eine lineare AfA von 3 % statt 2 %, und für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann statt der linearen AfA die degressive AfA von 5 % gewählt werden. Auf einen angenommenen Gebäudeanteil von 80 % einer 70-m²-Neubauwohnung zu 437.200 € sind 3 % rund 10.500 € pro Jahr, die das zu versteuernde Einkommen mindern, ohne Geld zu kosten.

Dem stehen echte Vorteile gegenüber: keine Instandhaltungsstaus, kein Sanierungsrisiko nach dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das am 29.07.2026 das GEG abgelöst hat, niedrigere Betriebskosten und eine Zielgruppe, die dafür zahlt. Der Preis dafür ist die längere Amortisation und, bei Kauf vom Bauträger, das Fertigstellungsrisiko.

Der Markt in Köln in Zahlen

Köln (Nordrhein-Westfalen) hat 1.100.076 Einwohner. Bestandswohnungen liegen im Mittel bei 4.280 € pro m² (stadtweite Spanne etwa 3.310 € bis 6.310 € pro m²), Neubau bei rund 6.250 € pro m². Die durchschnittliche Angebotskaltmiete beträgt etwa 14,70 € pro m², woraus sich eine Bruttomietrendite von rund 4,1 % ergibt.

Preisentwicklung: +1,5 bis +3,0 % gegenüber dem Vorjahr. Auf die 70-m²-Referenzwohnung gerechnet sind das rund 4.491 € bis 8.982 € Wertveränderung im Jahr.

Leerstand: rund 0,8 %, Quelle unten. Das ist faktisch Vollvermietung: die Knappheit treibt Mieten und Vermietungsgeschwindigkeit zugleich.

Wo in Köln kaufen

Die Nachfrage der Kapitalanleger konzentriert sich auf Innenstadt, Lindenthal und Ehrenfeld, wo die Preise deutlich über dem Stadtmittel liegen.

Innenstadt (inkl. Belgisches Viertel, Deutz): 6.310 € bis 8.140 € pro m², im Mittel rund 69 % über dem Stadtmittel.

Ehrenfeld: 4.890 € bis 7.320 € pro m², im Mittel rund 43 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 50 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Lindenthal (inkl. Sülz): 4.840 € bis 7.960 € pro m², im Mittel rund 50 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 64 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Nippes: 4.290 € bis 6.470 € pro m², im Mittel rund 26 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 51 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Rodenkirchen: 4.600 € bis 7.450 € pro m², im Mittel rund 41 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 62 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Mülheim: 4.030 € bis 5.780 € pro m², im Mittel rund 15 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 43 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Die Preisbänder der Stadtteile stammen aus eigenen Quellen und Stichtagen und können deshalb außerhalb der oben genannten stadtweiten Spanne liegen.

Steuern und Kaufnebenkosten in Köln

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Nordrhein-Westfalen 6,5 %. Dazu kommen rund 2 % für Notar und Grundbuch nach GNotKG, zusammen rund 8,5 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an. Bei einem üblichen Profil finanzieren deutsche Banken die Erwerbsnebenkosten nicht mit.

Im Privatvermögen ist der Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerfrei, § 23 EStG. Davor unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz, und bereits in Anspruch genommene AfA mindert die Anschaffungskosten und erhöht damit den steuerpflichtigen Gewinn. Die AfA selbst mindert laufend die Mieteinkünfte: 2 % jährlich für Gebäude mit Fertigstellung von 1925 bis 2022 (2,5 % vor 1925), 3 % ab Fertigstellung 2023; für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann statt der linearen AfA die degressive AfA von 5 % gewählt werden.

Allgemeine Information, keine Steuerberatung. LDP Group berät nicht steuerlich: die Steuerstruktur legt die Steuerkanzlei Helm & Partner (Steuerberater) vor dem Notartermin fest, LDP bereitet die Kaufzahlen vor und koordiniert.

Köln ist als angespannter Wohnungsmarkt ausgewiesen: bei Neuvermietung sind höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete zulässig, im laufenden Mietverhältnis gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren. Kalkuliert wird mit der erzielbaren regulierten Miete, nicht mit der Angebotsmiete.

Daten und Quellen

Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei. Angebotspreise liegen üblicherweise 5 bis 15 % über den beurkundeten Kaufpreisen: wo beides vorliegt, ist die Grundlage jeweils benannt. Die Quellen sind im Original benannt, so wie ihre Herausgeber sie führen.

Einwohner: Stadt Köln, Amt für Stadtentwicklung und Statistik, Kölner Statistische Nachrichten 3/2026 'Bevölkerung in Köln 2025'.

Kaufpreise (Angebotspreise): ImmoScout24 WohnBarometer Q3 2025.

Mieten (Angebotsmieten): Stadt Köln, Kölner Statistische Nachrichten 9/2026 'Das Mietwohnungsangebot in Köln 2025'.

Rendite: eigene Berechnung aus Kaufpreis und Miete.

Preistrend: ImmoScout24 WohnBarometer Q3 2025.

Leerstand: CBRE-empirica-Leerstandsindex 2024, zitiert in Engel & Völkers Commercial Marktbericht Köln 2026.

Häufige Fragen

Was kostet Neubau in Köln pro Quadratmeter?

Rund 6.250 € pro m², gegenüber 4.280 € im Bestand. Der Aufschlag beträgt damit etwa 46 %.

Welche Abschreibung gilt für Neubau?

Bei Fertigstellung ab 2023 linear 3 % jährlich statt 2 %. Für begünstigte Projekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann stattdessen die degressive AfA von 5 % gewählt werden. Abgeschrieben wird immer nur das Gebäude, nie der Grund und Boden.

Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Köln?

6,5 % Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen plus rund 2 % Notar und Grundbuch, zusammen rund 8,5 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an. Bei einem üblichen Profil kommen die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital.

Welche Mietrendite ist in Köln realistisch?

Brutto im Mittel 4,1 %, in Spitzenlagen wie Innenstadt niedriger. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger.

Wann kann ich in Köln steuerfrei verkaufen?

Im Privatvermögen nach zehn Jahren Haltedauer, § 23 EStG. Innerhalb der Frist wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich, weil sie die Anschaffungskosten mindert.

Wie viel Eigenkapital verlangt die Bank?

Bei Steuerinländern üblicherweise 10 bis 20 % des Kaufpreises (80 bis 90 % Beleihung als Standard, mit starkem Einkommensprofil bis 100 %), zusätzlich zu den Kaufnebenkosten, die bei einem üblichen Profil separat aus Eigenkapital kommen. Bei einer 70-m²-Wohnung in Köln zu 299.390 € sind das 59.878 € Anzahlung plus 25.448 € Nebenkosten.