Kaufnebenkosten in Düsseldorf: was zusätzlich zum Kaufpreis anfällt
Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch für Düsseldorf, gerechnet auf den örtlichen Preis. Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei.
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Kaufnebenkosten in Düsseldorf: das Wichtigste
In Nordrhein-Westfalen beträgt die Grunderwerbsteuer 6,5 %. Dazu kommen Notar und Grundbuch mit rund 2 % nach GNotKG, die bundesweit gleich sind, weil sie gesetzlich geregelt und nicht verhandelbar sind. Zusammen sind das 8,5 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an.
Auf die 70-m²-Referenzwohnung in Düsseldorf zu 310.450 € entspricht das 26.388 € an Nebenkosten. Bei einem üblichen Profil kommt dieser Betrag aus Eigenkapital: deutsche Banken finanzieren die Kaufnebenkosten dann nicht mit, weil ihnen keine Sicherheit gegenübersteht. Bei einer Finanzierung mit 80 % Beleihung sind daher Eigenkapital für die 20 % Anzahlung und zusätzlich die vollen Nebenkosten einzuplanen.
Bei vermieteten Objekten sind die Nebenkosten steuerlich nicht verloren. Sie zählen zu den Anschaffungsnebenkosten und werden zusammen mit dem Gebäudewert über die AfA abgeschrieben. Nur der auf Grund und Boden entfallende Anteil bleibt außen vor, weil Grund und Boden sich nicht abnutzt.
Der Markt in Düsseldorf in Zahlen
Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) hat 659.312 Einwohner. Bestandswohnungen liegen im Mittel bei 4.440 € pro m² (stadtweite Spanne etwa 2.610 € bis 8.870 € pro m²), Neubau bei rund 6.800 € pro m². Die durchschnittliche Angebotskaltmiete beträgt etwa 15,41 € pro m², woraus sich eine Bruttomietrendite von rund 3,5 % ergibt.
Preisentwicklung: +1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Auf die 70-m²-Referenzwohnung gerechnet sind das rund 4.036 € Wertveränderung im Jahr.
Leerstand: rund 1,59 %, Quelle unten. Das entspricht der üblichen Fluktuationsreserve eines funktionierenden Marktes.
Wo in Düsseldorf kaufen
Die Nachfrage der Kapitalanleger konzentriert sich auf Oberkassel, Pempelfort und Flingern, wo die Preise deutlich über dem Stadtmittel liegen. Wer auf Rendite statt auf Lage optimiert, schaut auf Garath und Benrath: dort liegen die Einstiegspreise deutlich unter dem Stadtmittel und die Bruttorenditen meist höher, bei spürbar mehr Verwaltungsaufwand.
Oberkassel: 6.650 € bis 7.040 € pro m², im Mittel rund 54 % über dem Stadtmittel.
Pempelfort: 5.260 € bis 7.670 € pro m², im Mittel rund 46 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 46 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Flingern (Nord/Süd): 5.560 € bis 5.610 € pro m², im Mittel rund 26 % über dem Stadtmittel.
Bilk: 4.550 € bis 5.530 € pro m², im Mittel rund 14 % über dem Stadtmittel.
Benrath: 4.150 € bis 4.220 € pro m², im Mittel rund 6 % unter dem Stadtmittel.
Garath: 3.560 € bis 4.260 € pro m², im Mittel rund 12 % unter dem Stadtmittel.
Steuern und Kaufnebenkosten in Düsseldorf
Die Grunderwerbsteuer beträgt in Nordrhein-Westfalen 6,5 %. Dazu kommen rund 2 % für Notar und Grundbuch nach GNotKG, zusammen rund 8,5 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an. Bei einem üblichen Profil finanzieren deutsche Banken die Erwerbsnebenkosten nicht mit.
Im Privatvermögen ist der Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerfrei, § 23 EStG. Davor unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz, und bereits in Anspruch genommene AfA mindert die Anschaffungskosten und erhöht damit den steuerpflichtigen Gewinn. Die AfA selbst mindert laufend die Mieteinkünfte: 2 % jährlich für Gebäude mit Fertigstellung von 1925 bis 2022 (2,5 % vor 1925), 3 % ab Fertigstellung 2023; für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vom 01.10.2023 bis 30.09.2029 kann statt der linearen AfA die degressive AfA von 5 % gewählt werden.
Allgemeine Information, keine Steuerberatung. LDP Group berät nicht steuerlich: die Steuerstruktur legt die Steuerkanzlei Helm & Partner (Steuerberater) vor dem Notartermin fest, LDP bereitet die Kaufzahlen vor und koordiniert.
Düsseldorf ist als angespannter Wohnungsmarkt ausgewiesen: bei Neuvermietung sind höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete zulässig, im laufenden Mietverhältnis gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren. Kalkuliert wird mit der erzielbaren regulierten Miete, nicht mit der Angebotsmiete.
Daten und Quellen
Zahlen aus den unten genannten Quellen (überwiegend Angebotspreise der Portale), geprüft im Juli 2026; wo die Quelle einen Stand nennt, steht er dabei. Angebotspreise liegen üblicherweise 5 bis 15 % über den beurkundeten Kaufpreisen: wo beides vorliegt, ist die Grundlage jeweils benannt. Die Quellen sind im Original benannt, so wie ihre Herausgeber sie führen.
Einwohner: Landeshauptstadt Düsseldorf, Stand 31.12.2025.
Kaufpreise (Angebotspreise): immowelt Preisatlas, Angebotspreise für Wohnungen, Stand 01.07.2026.
Mieten (Angebotsmieten): wohnungsboerse.net Mietspiegel Düsseldorf, März 2026.
Rendite: eigene Berechnung aus Kaufpreis und Miete.
Preistrend: immowelt Preisentwicklung, Stand 01.07.2026.
Leerstand: marktaktiver Leerstand 1,59 %, zitiert in Pressemitteilung Mieterverein Düsseldorf e.V. / Bündnis 'Wir wollen wohnen!', 28.08.2025.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Düsseldorf?
Rund 8,5 % des Kaufpreises: 6,5 % Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen plus etwa 2 % für Notar und Grundbuch. Auf 310.450 € sind das 26.388 €.
Finanziert die Bank die Kaufnebenkosten mit?
In der Regel nicht. Den Nebenkosten steht keine Sicherheit gegenüber, deshalb verlangen deutsche Banken sie aus Eigenkapital, zusätzlich zur Anzahlung.
Kann man die Kaufnebenkosten steuerlich absetzen?
Bei Vermietung ja, allerdings nicht sofort: sie gehören zu den Anschaffungsnebenkosten und laufen über die AfA in die jährliche Abschreibung ein. Bei Eigennutzung sind sie nicht absetzbar.
Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Düsseldorf?
6,5 % Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen plus rund 2 % Notar und Grundbuch, zusammen rund 8,5 % des Kaufpreises. Kaufen Sie über einen Makler, kommt dessen Provision hinzu; bei Käufen über LDP fällt keine zusätzliche Maklerprovision an. Bei einem üblichen Profil kommen die Kaufnebenkosten aus Eigenkapital.
Welche Mietrendite ist in Düsseldorf realistisch?
Brutto im Mittel 3,5 %, in renditeorientierten Lagen wie Garath und Benrath höher, in Spitzenlagen wie Oberkassel niedriger. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger.
Wann kann ich in Düsseldorf steuerfrei verkaufen?
Im Privatvermögen nach zehn Jahren Haltedauer, § 23 EStG. Innerhalb der Frist wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich, weil sie die Anschaffungskosten mindert.
Wie viel Eigenkapital verlangt die Bank?
Bei Steuerinländern üblicherweise 10 bis 20 % des Kaufpreises (80 bis 90 % Beleihung als Standard, mit starkem Einkommensprofil bis 100 %), zusätzlich zu den Kaufnebenkosten, die bei einem üblichen Profil separat aus Eigenkapital kommen. Bei einer 70-m²-Wohnung in Düsseldorf zu 310.450 € sind das 62.090 € Anzahlung plus 26.388 € Nebenkosten.
