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Grunderwerbsteuer

Grunderwerbsteuer in Düsseldorf: 6,5 % in Nordrhein-Westfalen

Der Landessatz, der Betrag auf den örtlichen Kaufpreis und was die Steuer auslöst. Alle Zahlen aus geprüften Primärquellen, mit Angabe der Grundlage.

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Kaufpreis310.000 €
Verfügbares Eigenkapital70.000 €
Grunderwerbsteuer (6,5 %)20.150 €
Notar und Grundbuch (ca. 2 %)6.200 €
Gesamter Kapitalbedarf336.350 €
Benötigtes Darlehen266.350 €
Monatliche Rate, geschätzt (3,8 %)1.287 € / Monat

Beispielrechnung mit 3,8 % angenommenem Sollzins (10 Jahre fest, Marktspanne Juni 2026 3,6 bis 3,9 %) und 2 % anfänglicher Tilgung. Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Objekt, Ihrer Bonität und der Bank ab. Keine Finanzberatung.

Grunderwerbsteuer in Düsseldorf: das Wichtigste

Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache, und die Spanne ist erheblich: von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Schleswig-Holstein. In Nordrhein-Westfalen gilt 6,5 %. Auf die 70-m²-Referenzwohnung in Düsseldorf zu 310.450 € sind das 20.179 €.

Ausgelöst wird die Steuer nicht durch den Grundbucheintrag, sondern durch das Rechtsgeschäft, das den Anspruch auf Übereignung begründet, also durch den beurkundeten Kaufvertrag nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG. Das Grundbuchamt trägt den Eigentumswechsel erst ein, wenn das Finanzamt die Zahlung mit der Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigt hat. Bezahlt wird aus Eigenkapital, mitfinanziert wird die Steuer regelmäßig nicht.

Echtes bewegliches Inventar, etwa eine Einbauküche, kann im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen werden und unterliegt der Grunderwerbsteuer nicht. Der Ansatz muss allerdings dem tatsächlichen Wert entsprechen. Bei vermieteten Objekten ist die gezahlte Steuer nicht verloren, sondern erhöht als Anschaffungsnebenkosten die Bemessungsgrundlage der AfA.

Der Markt in Düsseldorf in Zahlen

Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) hat 659.312 Einwohner. Bestandswohnungen liegen im Mittel bei 4.435 € pro m² (Spanne nach Stadtteil etwa 2.608 € bis 8.870 € pro m²), Neubau bei rund 6.800 € pro m². Die durchschnittliche Angebotskaltmiete beträgt etwa 15,41 € pro m², woraus sich eine Bruttomietrendite von rund 3,5 % ergibt.

Preisentwicklung: +1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Auf die 70-m²-Referenzwohnung gerechnet sind das 4.036 € Wertveränderung im Jahr.

Leerstand: rund 1,59 %, Quelle unten. Das entspricht der üblichen Fluktuationsreserve eines funktionierenden Marktes.

Wo in Düsseldorf kaufen

Die Nachfrage der Kapitalanleger konzentriert sich auf Oberkassel, Pempelfort, Flingern, wo sich am schnellsten vermieten lässt und der Wert am ehesten Bestand hat. Wer auf Rendite statt auf Lage optimiert, schaut auf Bilk, Benrath, Garath: dort liegen die Einstiegspreise niedriger und die Bruttorenditen höher, bei spürbar mehr Verwaltungsaufwand.

Oberkassel: 6.649 € bis 7.035 € pro m², im Mittel rund 54 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 6 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Pempelfort: 5.264 € bis 7.674 € pro m², im Mittel rund 46 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 46 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Flingern (Nord/Süd): 5.561 € bis 5.606 € pro m², im Mittel rund 26 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 1 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Bilk: 4.553 € bis 5.527 € pro m², im Mittel leicht über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 21 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Benrath: 4.149 € bis 4.216 € pro m², im Mittel leicht unter dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 2 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Garath: 3.558 € bis 4.260 € pro m², im Mittel leicht unter dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 20 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.

Steuern und Kaufnebenkosten in Düsseldorf

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Nordrhein-Westfalen 6,5 %. Dazu kommen rund 2 % für Notar und Grundbuch nach GNotKG, dazu eine etwaige Makler- oder Vermittlungsprovision. In der Summe liegen die Erwerbsnebenkosten üblicherweise bei 8 bis 12 % des Kaufpreises, und deutsche Banken finanzieren sie in aller Regel nicht mit.

Im Privatvermögen ist der Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerfrei, § 23 EStG. Davor unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz, und bereits in Anspruch genommene AfA mindert die Anschaffungskosten und erhöht damit den steuerpflichtigen Gewinn. Die AfA selbst mindert laufend die Mieteinkünfte: 2 % jährlich für Gebäude bis 2022, 3 % ab Fertigstellung 2023, dazu die degressive Option von 5 % für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vor dem 30.09.2029.

Düsseldorf ist als angespannter Wohnungsmarkt ausgewiesen: bei Neuvermietung sind höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete zulässig, im laufenden Mietverhältnis gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren. Kalkuliert wird mit der erzielbaren regulierten Miete, nicht mit der Angebotsmiete.

Daten und Quellen

Alle Zahlen im Juli 2026 gegen Primärquellen geprüft. Angebotspreise liegen üblicherweise 5 bis 15 % über den beurkundeten Kaufpreisen: wo beides vorliegt, ist die Grundlage jeweils benannt. Die Quellen sind im Original benannt, so wie ihre Herausgeber sie führen.

Einwohner: Landeshauptstadt Düsseldorf (Amt für Statistik und Wahlen), as of 31.12.2025 (published March 2026; +1,067 vs. prior year, net migration +2,156).

Kaufpreise: immowelt Price Map, asking prices for apartments, as of 01.07.2026 (avg 4,435 EUR/m2, min 2,608, max 8,870).

Mieten: wohnungsboerse.net Mietspiegel Düsseldorf (asking cold rents, end March 2026): avg 15.41 EUR/m2 (2025: 15.35; 60m2 flat 14.01 EUR/m2).

Rendite: eigene Berechnung aus Kaufpreis und Miete.

Preistrend: immowelt price development table, as of 01.07.2026.

Leerstand: Market-active vacancy 1.59% (based on Zensus 2022), cited in press release Mieterverein Düsseldorf e.V. / alliance 'Wir wollen wohnen!', 28.08.2025.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Düsseldorf?

6,5 %, denn maßgeblich ist das Bundesland, hier Nordrhein-Westfalen. Auf einen Kaufpreis von 310.450 € entfallen damit 20.179 €.

Wann wird die Grunderwerbsteuer fällig?

Kurz nach der Beurkundung. Das Finanzamt setzt sie fest, und das Grundbuchamt trägt den Eigentumswechsel erst nach der Unbedenklichkeitsbescheinigung ein.

Lässt sich die Grunderwerbsteuer senken?

Echtes bewegliches Inventar kann im Vertrag separat und werthaltig ausgewiesen werden und bleibt unbesteuert. Darüber hinaus ist der beurkundete Kaufpreis die Bemessungsgrundlage.

Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Düsseldorf?

6,5 % Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen plus rund 2 % Notar und Grundbuch, dazu eine etwaige Provision. In der Summe üblicherweise 8 bis 12 % des Kaufpreises, aus Eigenkapital zu tragen.

Welche Mietrendite ist in Düsseldorf realistisch?

Brutto im Mittel 3,5 %, in renditeorientierten Lagen wie Bilk, Benrath, Garath höher, in Spitzenlagen wie Oberkassel niedriger. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger.

Wann kann ich in Düsseldorf steuerfrei verkaufen?

Im Privatvermögen nach zehn Jahren Haltedauer, § 23 EStG. Innerhalb der Frist wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich, weil sie die Anschaffungskosten mindert.

Wie viel Eigenkapital verlangt die Bank?

Bei Steuerinländern üblicherweise 10 bis 20 % des Kaufpreises, zusätzlich zu den Kaufnebenkosten, die separat aus Eigenkapital kommen müssen. Bei einer 70-m²-Wohnung in Düsseldorf zu 310.450 € sind das 62.090 € Anzahlung plus 26.388 € Nebenkosten.