Mietrendite in Mönchengladbach: was Kapitalanleger tatsächlich verdienen
Brutto- und Nettomietrendite, gerechnet aus geprüften Kauf- und Mietdaten. Alle Zahlen aus geprüften Primärquellen, mit Angabe der Grundlage.
Kostenloses Erstgespräch vereinbarenBeispielrechnung mit 3,8 % angenommenem Sollzins (10 Jahre fest, Marktspanne Juni 2026 3,6 bis 3,9 %) und 2 % anfänglicher Tilgung. Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Objekt, Ihrer Bonität und der Bank ab. Keine Finanzberatung.
Mietrendite in Mönchengladbach: das Wichtigste
Bei einem mittleren Kaufpreis von 2.318 € pro m² und einer Kaltmiete von 9,14 € pro m² ergibt sich in Mönchengladbach eine Bruttomietrendite von 4,7 %. Das ist die Rechnung vor Kosten: Jahreskaltmiete geteilt durch Kaufpreis.
Von der Bruttorendite gehen die nicht umlagefähigen Kosten ab, vor allem die Verwaltung, die Instandhaltungsrücklage und der Anteil des Hausgelds, den der Eigentümer trägt. Als Faustgröße bleiben davon rund ein Fünftel bis ein Viertel der Jahresmiete hängen, sodass aus 4,7 % brutto grob 3,7 % netto vor Finanzierung und Steuern werden. Die Kaufnebenkosten von 8,5 % in Nordrhein-Westfalen verlängern zusätzlich die Amortisation, weil sie den eingesetzten Betrag erhöhen, ohne die Miete zu verändern.
Der Markt in Mönchengladbach in Zahlen
Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen) hat 267.213 Einwohner. Bestandswohnungen liegen im Mittel bei 2.318 € pro m² (Spanne nach Stadtteil etwa 1.315 € bis 4.266 € pro m²), Neubau bei rund 4.500 € pro m². Die durchschnittliche Angebotskaltmiete beträgt etwa 9,14 € pro m², woraus sich eine Bruttomietrendite von rund 4,7 % ergibt.
Preisentwicklung: +3,1 % gegenüber dem Vorjahr. Auf die 70-m²-Referenzwohnung gerechnet sind das 5.030 € Wertveränderung im Jahr.
Leerstand: rund 3,1 %, Quelle unten. Ein überdurchschnittlicher Leerstand bedeutet, dass Mikrolage und Objektzustand über den Vermietungserfolg entscheiden.
Wo in Mönchengladbach kaufen
Die Nachfrage der Kapitalanleger konzentriert sich auf Gladbach, Rheydt, Eicken, wo sich am schnellsten vermieten lässt und der Wert am ehesten Bestand hat. Wer auf Rendite statt auf Lage optimiert, schaut auf Windberg, Odenkirchen, Neuwerk: dort liegen die Einstiegspreise niedriger und die Bruttorenditen höher, bei spürbar mehr Verwaltungsaufwand.
Gladbach (Innenstadt/Altstadt): 2.000 € bis 2.300 € pro m², im Mittel leicht unter dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 15 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Rheydt: 2.050 € bis 2.250 € pro m², im Mittel leicht unter dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 10 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Eicken: 2.150 € bis 2.350 € pro m², im Mittel leicht unter dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 9 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Windberg: 2.400 € bis 2.600 € pro m², im Mittel leicht über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 8 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Odenkirchen: 2.150 € bis 2.350 € pro m², im Mittel leicht unter dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 9 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Neuwerk: 2.650 € bis 2.850 € pro m², im Mittel rund 19 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 8 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Steuern und Kaufnebenkosten in Mönchengladbach
Die Grunderwerbsteuer beträgt in Nordrhein-Westfalen 6,5 %. Dazu kommen rund 2 % für Notar und Grundbuch nach GNotKG, dazu eine etwaige Makler- oder Vermittlungsprovision. In der Summe liegen die Erwerbsnebenkosten üblicherweise bei 8 bis 12 % des Kaufpreises, und deutsche Banken finanzieren sie in aller Regel nicht mit.
Im Privatvermögen ist der Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerfrei, § 23 EStG. Davor unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz, und bereits in Anspruch genommene AfA mindert die Anschaffungskosten und erhöht damit den steuerpflichtigen Gewinn. Die AfA selbst mindert laufend die Mieteinkünfte: 2 % jährlich für Gebäude bis 2022, 3 % ab Fertigstellung 2023, dazu die degressive Option von 5 % für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vor dem 30.09.2029.
Mönchengladbach ist nicht von der Mietpreisbremse erfasst, geprüft gegen die Landesverordnung 2026: die Neuvermietungsmiete ist frei, im Bestand gilt die reguläre Kappungsgrenze von 20 % in drei Jahren. Für Strategien, die auf das Heben günstiger Bestandsmieten setzen, ist das ein handfester Unterschied.
Daten und Quellen
Alle Zahlen im Juli 2026 gegen Primärquellen geprüft. Angebotspreise liegen üblicherweise 5 bis 15 % über den beurkundeten Kaufpreisen: wo beides vorliegt, ist die Grundlage jeweils benannt. Die Quellen sind im Original benannt, so wie ihre Herausgeber sie führen.
Einwohner: IT.NRW (Statistisches Landesamt NRW), Kommunalprofil Mönchengladbach, population as of 31.12.2024 (Landesdatenbank, Stand 15.01.2026).
Kaufpreise: immowelt.de Price Map (apartments, avg 2,318 EUR/m2, min 1,315 / max 4,266), July 2026.
Mieten: immowelt.de Mietspiegel (apartments, avg cold rent 9.14 EUR/m2, range 5.65-14.85), July 2026.
Rendite: eigene Berechnung aus Kaufpreis und Miete.
Preistrend: immowelt.de price development tables (1-year +3.1%, 5-year +8.2%, apartments), July 2026.
Leerstand: Stadt Mönchengladbach Wohnungsmarktbericht 2024: total vacancy 5.1% as of 01.01.2025, of which ~2 pp modernisation-related, i.e. ~3.1% market-active vacancy: clearly above tight A-city levels.
Häufige Fragen
Wie hoch ist die Mietrendite in Mönchengladbach?
Brutto 4,7 %, gerechnet aus 2.318 € pro m² Kaufpreis und 9,14 € pro m² Kaltmiete. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger übrig.
Was ist der Unterschied zwischen Brutto- und Nettomietrendite?
Die Bruttorendite setzt die Jahreskaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis. Die Nettorendite zieht die nicht umlagefähigen Kosten ab und rechnet die Kaufnebenkosten in den eingesetzten Betrag ein, in Nordrhein-Westfalen also 8,5 % zusätzlich zum Kaufpreis.
Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Mönchengladbach?
6,5 % Grunderwerbsteuer in Nordrhein-Westfalen plus rund 2 % Notar und Grundbuch, dazu eine etwaige Provision. In der Summe üblicherweise 8 bis 12 % des Kaufpreises, aus Eigenkapital zu tragen.
Welche Mietrendite ist in Mönchengladbach realistisch?
Brutto im Mittel 4,7 %, in renditeorientierten Lagen wie Windberg, Odenkirchen, Neuwerk höher, in Spitzenlagen wie Gladbach niedriger. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger.
Wann kann ich in Mönchengladbach steuerfrei verkaufen?
Im Privatvermögen nach zehn Jahren Haltedauer, § 23 EStG. Innerhalb der Frist wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich, weil sie die Anschaffungskosten mindert.
Wie viel Eigenkapital verlangt die Bank?
Bei Steuerinländern üblicherweise 10 bis 20 % des Kaufpreises, zusätzlich zu den Kaufnebenkosten, die separat aus Eigenkapital kommen müssen. Bei einer 70-m²-Wohnung in Mönchengladbach zu 162.260 € sind das 32.452 € Anzahlung plus 13.792 € Nebenkosten.
