Immobilienpreise pro m² in Hamburg (2026)
Geprüfte Kaufpreise, Spannen nach Lage und Preistrend für Hamburg. Alle Zahlen aus geprüften Primärquellen, mit Angabe der Grundlage.
Kostenloses Erstgespräch vereinbarenBeispielrechnung mit 3,8 % angenommenem Sollzins (10 Jahre fest, Marktspanne Juni 2026 3,6 bis 3,9 %) und 2 % anfänglicher Tilgung. Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Objekt, Ihrer Bonität und der Bank ab. Keine Finanzberatung.
Immobilienpreise pro m² in Hamburg: das Wichtigste
Bestandswohnungen kosten in Hamburg derzeit im Mittel 6.273 € pro m², mit einer Spanne von rund 3.145 € in den Einstiegslagen bis 12.229 € in den Spitzenlagen. Der Preistrend liegt bei +1 % gegenüber dem Vorjahr. Neubau liegt bei etwa 8.564 € pro m².
Für eine Referenzwohnung mit 70 m² entspricht das einem Kaufpreis von rund 439.110 €. Wichtig ist der Unterschied zwischen Angebotspreisen der Portale und den beurkundeten Kaufpreisen des Gutachterausschusses: abgeschlossene Käufe liegen üblicherweise 5 bis 15 % unter dem Angebot. Welche Grundlage eine Zahl hat, gehört in jedes Exposé, und wo es fehlt, ist die Frage danach die erste.
Der Markt in Hamburg in Zahlen
Hamburg (Hamburg) hat 1.862.565 Einwohner. Bestandswohnungen liegen im Mittel bei 6.273 € pro m² (Spanne nach Stadtteil etwa 3.145 € bis 12.229 € pro m²), Neubau bei rund 8.564 € pro m². Die durchschnittliche Angebotskaltmiete beträgt etwa 13,58 € pro m², woraus sich eine Bruttomietrendite von rund 2,6 % ergibt.
Preisentwicklung: +1 % gegenüber dem Vorjahr. Auf die 70-m²-Referenzwohnung gerechnet sind das 4.391 € Wertveränderung im Jahr.
Leerstand: rund 0,5 %, Quelle unten. Das ist faktisch Vollvermietung: die Knappheit treibt Mieten und Vermietungsgeschwindigkeit zugleich.
Wo in Hamburg kaufen
Die Nachfrage der Kapitalanleger konzentriert sich auf Eppendorf, Winterhude, HafenCity, wo sich am schnellsten vermieten lässt und der Wert am ehesten Bestand hat. Wer auf Rendite statt auf Lage optimiert, schaut auf Ottensen, Barmbek-Nord, Wilhelmsburg: dort liegen die Einstiegspreise niedriger und die Bruttorenditen höher, bei spürbar mehr Verwaltungsaufwand.
Eppendorf: 5.572 € bis 12.543 € pro m², im Mittel rund 44 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 125 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Winterhude: 7.027 € bis 9.180 € pro m², im Mittel rund 29 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 31 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
HafenCity: 6.560 € bis 11.860 € pro m², im Mittel rund 47 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 81 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Ottensen (Altona): 5.730 € bis 9.541 € pro m², im Mittel rund 22 % über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 67 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Barmbek-Nord: 4.323 € bis 9.065 € pro m², im Mittel leicht über dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 110 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Wilhelmsburg: 2.250 € bis 8.252 € pro m², im Mittel rund 16 % unter dem Stadtmittel. Die Spanne innerhalb des Viertels beträgt 267 %, Lage und Zustand entscheiden hier also mehr als der Stadtteilname.
Steuern und Kaufnebenkosten in Hamburg
Die Grunderwerbsteuer beträgt in Hamburg 5,5 %. Dazu kommen rund 2 % für Notar und Grundbuch nach GNotKG, dazu eine etwaige Makler- oder Vermittlungsprovision. In der Summe liegen die Erwerbsnebenkosten üblicherweise bei 8 bis 12 % des Kaufpreises, und deutsche Banken finanzieren sie in aller Regel nicht mit.
Im Privatvermögen ist der Verkauf nach Ablauf der zehnjährigen Spekulationsfrist steuerfrei, § 23 EStG. Davor unterliegt der Gewinn dem persönlichen Einkommensteuersatz, und bereits in Anspruch genommene AfA mindert die Anschaffungskosten und erhöht damit den steuerpflichtigen Gewinn. Die AfA selbst mindert laufend die Mieteinkünfte: 2 % jährlich für Gebäude bis 2022, 3 % ab Fertigstellung 2023, dazu die degressive Option von 5 % für begünstigte Neubauprojekte mit Baubeginn vor dem 30.09.2029.
Hamburg ist als angespannter Wohnungsmarkt ausgewiesen: bei Neuvermietung sind höchstens 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete zulässig, im laufenden Mietverhältnis gilt die abgesenkte Kappungsgrenze von 15 % in drei Jahren. Kalkuliert wird mit der erzielbaren regulierten Miete, nicht mit der Angebotsmiete.
Daten und Quellen
Alle Zahlen im Juli 2026 gegen Primärquellen geprüft. Angebotspreise liegen üblicherweise 5 bis 15 % über den beurkundeten Kaufpreisen: wo beides vorliegt, ist die Grundlage jeweils benannt. Die Quellen sind im Original benannt, so wie ihre Herausgeber sie führen.
Einwohner: Statistikamt Nord, Bevölkerung in Hamburg 2024 (Fortschreibung, Zensus-2022 basis, Stand 31.12.2024, +0.6% YoY), 2025.
Kaufpreise: Wohnungsbörse.net Immobilienpreisspiegel Hamburg (asking, end-May 2026: Ø €6,273/m²; district range Rönneburg €3,145 to Harvestehude €12,229).
Mieten: ImmoScout24 WohnBarometer Q1 2026 (avg asking cold rent €13.58/m²; district range Harburg €11.65 to Eimsbüttel €15.06; +1.9% YoY).
Rendite: eigene Berechnung aus Kaufpreis und Miete.
Preistrend: Gutachterausschuss für Grundstückswerte Hamburg, Immobilienmarktbericht 2026 (condos Ø €6,345/m² in 2025, +1% nominal YoY, ~+5% quality-adjusted, sales +14%).
Leerstand: CBRE-empirica-Leerstandsindex (market-active vacancy, Hamburg 0.5% in 2023; consistently below 1% since 2010; no confirmed 2024 city value found), via Statista.
Häufige Fragen
Was kostet eine Wohnung in Hamburg pro Quadratmeter?
Im Mittel 6.273 € pro m² im Bestand, im Neubau etwa 8.564 €. Bei 70 m² sind das rund 439.110 € für die Bestandswohnung.
Sind die Angebotspreise in Hamburg verhandelbar?
In der Regel ja. Seit der Korrektur 2022 bis 2024 liegen die beurkundeten Preise häufig unter dem Angebot. Gut geschnittene Objekte in gefragten Lagen gehen weiterhin nahe am Angebotspreis weg.
Wie hoch sind die gesamten Kaufnebenkosten in Hamburg?
5,5 % Grunderwerbsteuer in Hamburg plus rund 2 % Notar und Grundbuch, dazu eine etwaige Provision. In der Summe üblicherweise 8 bis 12 % des Kaufpreises, aus Eigenkapital zu tragen.
Welche Mietrendite ist in Hamburg realistisch?
Brutto im Mittel 2,6 %, in renditeorientierten Lagen wie Ottensen, Barmbek-Nord, Wilhelmsburg höher, in Spitzenlagen wie Eppendorf niedriger. Netto bleibt nach nicht umlagefähigen Kosten deutlich weniger.
Wann kann ich in Hamburg steuerfrei verkaufen?
Im Privatvermögen nach zehn Jahren Haltedauer, § 23 EStG. Innerhalb der Frist wird der Gewinn mit dem persönlichen Steuersatz belastet, und die genutzte AfA erhöht ihn zusätzlich, weil sie die Anschaffungskosten mindert.
Wie viel Eigenkapital verlangt die Bank?
Bei Steuerinländern üblicherweise 10 bis 20 % des Kaufpreises, zusätzlich zu den Kaufnebenkosten, die separat aus Eigenkapital kommen müssen. Bei einer 70-m²-Wohnung in Hamburg zu 439.110 € sind das 87.822 € Anzahlung plus 32.933 € Nebenkosten.
